Was ist ein Kulturschock?

Kulturschock einfach erklärt

Viele Schüler, welche kurz vor der Reise ins Ausland stehen, werden mit dem Begriff “Kulturschock” konfrontiert. 

Was ist das? Ist es echt? Wie schlimm ist es wirklich? 

In diesem Artikel werde ich aus eigener Erfahrung sprechen. Jeder hat eine andere Erfahrung im Ausland und jeder gewöhnt sich verschieden schnell an die neue Kultur, was heißt, dass das Folgende nicht dem Norm entsprechen muss.

Was ist Kulturschock?

Der Kulturschock beschreibt den Zustand, in welchen Menschen verfallen können, wenn sie mit einer fremden Kultur zusammentreffen. Oft ist dies der Fall bei Austauschschülern, Immigranten, welche sich komplett allein an ein neues Leben in einer fremden Umwelt anpassen müssen. Er lässt sich in drei Phasen einteilen, welche im oberen Bild dargestellt sind.

1. Faszination & Kulturstaunen

Kurz nachdem man im Zielland ankommt ist man überwältigt. Alles scheint viel besser und größer zu sein als was man gewohnt ist. Das Essen ist besser, die Menschen cooler und die Schule viel interessanter. Man genießt die noch ungewohnte Ferne von der Heimat und die oft erhoffte  Unabhängigkeit.

2. Krise & Kulturschock

Diese zweite Phase beginnt oft nach etwa 1-2 Monaten nach der Ankunft. Die Faszination hat abgenommen und das neue Land scheint doch nicht so verschieden von der Heimat zu sein. Diese zweite Phase zeichnet sich oft durch ein Stimmungstief aus, in welchem man seine Familie und alten Freunde vermisst, wodurch oft kein Platz für neue Freunde gemacht wird. Nach der Schule geht man oft gleich nach Hause und die Schule ist ein Ort, an dem man möglichst wenig sein möchte.

3. Anpassung

Diese letzte Phase setzt bei jedem zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt ein. Die Anpassung zeichnet sich durch wieder wachsende Euphorie aus. Neue Freunde machen die Zeit im Ausland eine einzigartige Erfahrung. Man zeigt sich offen zu neuen Traditionen und Freunde aus der alten Heimat erscheinen nicht mehr so wichtig.

Kommt der Kulturschock tatsächlich vor?

Ja, der Kulturschock existiert wirklich. Obwohl man am Anfang des Aufenthaltes denkt, dass der Kulturschock nicht kommt und einfach nur eine erfundene Sache ist um einem Angst zu machen, merkt man recht schnell, dass doch etwas dran ist. Die ersten Wochen sind super, alles ist toll und man freut sich über alles Neue. 

Kurz später allerdings, fängt man an das Aufenthaltsland mit der Heimat zu vergleichen, wobei oft die Heimat besser dargestellt wird. Familie und Freunde werden vermisst und oft möchte man nichts als Heim. Hier hat es mir persönlich geholfen, Kontakt mit alten Freunden zu reduzieren und mich mehr auf neue Freunde zu konzentrieren.

Denn nachdem man durch dieses Tief gekommen ist steht einer herausragenden Zeit nichts mehr im Wege und man fühlt sich, als würde man nirgendswo sonst hingehören.

Mein Tipp:

Konzentriert euch auf das Auslandsjahr und lasst Platz für neue Freunde und Rituale. Wenn man dies schafft und sich an die Ferne und Unabhängigkeit gewöhnt hat, kann man das Auslandsjahr genießen und Freunde fürs Leben finden.

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